Verfassung

Den Orden der Predigerbrüder zeichnet seit seiner Gründung eine demokratische Verfassung aus. Alle Brüder tragen gemeinsam die Verantwortung für die Verwirklichung der Ziele ihrer Ordensgemeinschaft. Es gibt ein Mitspracherecht auf allen Ebenen. Alle Oberen werden auf Zeit gewählt. Alle wichtigen Entscheidungen werden von der Gemeinschaft der Brüder (oder der von ihnen gewählten Delegierten) im Konvents-, Provinz- oder Generalkapitel getroffen.

Die kleinste Einheit des Ordens ist der Konvent. Hier leben die Brüder in Gemeinschaft zusammen, erfüllen ihre Aufgaben in Seelsorge und Verkündigung oder Wissenschaft. Der Obere eines Konventes wird Prior genannt und für drei Jahre gewählt. Der jeweilige Prior eines Hauses nimmt am Provinzkapitel teil, das alle vier Jahre stattfindet.

Mehrere Konvente bilden eine Provinz, der der Provinzial vorsteht. Er wird vom Provinzkapitel für vier Jahre gewählt. Der Provinz als ganzer kommt entscheidende Bedeutung zu in den Bereichen Ausbildung, Weiterbildung, personelle Besetzung der Konvente (Versetzungen), konventsübergreifender Aufgaben.

Alle Provinzen zusammen bilden den Gesamtorden, dem der Ordensmeister vorsteht. Er wird auf neun Jahre gewählt.

Das Generalkapitel ist das höchste Entscheidungsgremium des Ordens.

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