fr. Wolfgang Stickler

fr. Wolfgang Stickler OP
  • Geboren 1949
  • Ordenseintritt 1971
  • Profess 1972
  • Priesterweihe 1979
  • Dominikanerkonvent St. Albertus Magnus
    Brucknerstr. 6
    38106 Braunschweig

 
Nach einer Lehre als Maschinenschlosser und dem daran anschließenden Abitur bin ich 1971 in den Dominikanerorden eingetreten. Damals faszinierte mich die demokratische Verfassung der Dominikaner und das Interesse an der Theologie. Zudem suchte ich eine Gemeinschaft, in der ich meinen Glauben leben könnte.

Diese Erwartungen wurden nach meinem Ordenseintritt erfüllt. Ich habe immer, und das in den unterschiedlichsten Konventen – in Warburg, Walberberg, Bottrop, Braunschweig und nun in Köln -, Mitbrüder gefunden, mit denen es Freude macht zusammen zu leben. Und das nicht nur mit Gleichaltrigen. Mitbrüder, die mich auch zum Nachdenken zwingen, mit denen ich mich auseinandersetzen muss, an denen ich wachsen kann.

Was mir vielleicht am allermeisten an meinem Orden gefällt, ist etwas, das ich bei meinem Ordenseintritt so gar nicht erwartet hätte: die geistige Weite und Offenheit im Denken und Fragen. Ich habe hier sehr früh in meiner Ausbildung durch Mitbrüder erfahren, dass Theologie – auch Dogmatik – nicht ein Schlusspunkt ist, sondern zu neuem, weitern Fragen einlädt. Denkverbote habe ich im Orden nie erlebt! Diese Weite, die eine Tradition im Orden hat, fasziniert mich bis heute.

Schließlich hat mir der Orden Arbeitsfelder ermöglicht, die in ihrer Unterschiedlichkeit und Vielfalt mich immer wieder neu herausgefordert haben: als Krankenhausseelsorger, als Seelsorger in der Pfarrgemeinde, als Studentenpfarrer, die therapeutische Arbeit in einer Beratungsstelle und schließlich derzeit als Prior und in der Provinzleitung.

Mit Brüdern zusammen leben, Weite erfahren, interessante Arbeitsmöglichkeiten: Ich bin nach 34 Jahren noch immer sehr gerne Dominikaner.

Warum ich Dominikaner bin? Noch Fragen?